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vom Helios Team: Sophie Van Esch,
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, Guy Cherqui (FR),
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und Alain Meurant (BE),
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. 1. Eine französisch-belgische Kooperation zur Nahtstelle von Sekundarstufe und Universität 1.1 Ziele Das HELIOS Projekt entstand aus der Zusammenarbeit des LOG (öffentliches Lycée von Grenoble, Teil der Akademie von Grenoble, Frankreich), und der katholischen Universität von Louvain in Louvain-la-Neuve (UCL-LLN) in Belgien. Die Zusammenarbeit begann nach einem Treffen in Grenoble im Februar 2005 und wurde formal durch ein Dokument, welches von den Rektoren beider Institutionen unterfertigt wurde, abgesegnet. Es zielt darauf ab, didaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial zu entwickeln und zu verbreiten, um den Auftritt der klassischen Sprachen im Web zu fördern. Die beabsichtigten Produkte werden neue Technologien ausnützen und neue Lerntechniken unterstützen. 1.2 Der französische Partner (didaktisch aufbereitetes Unterrichtsmaterial): Lycée ouvert de Grenoble (LOG) LOG ist betraut mit dem Fernstudium für ein spezielles Publikum, welches mit Einschränkungen in Zeit (auf Grund von Ausbildungsplänen, gesundheitlichen Bedingungen, etc) und Platzangebot (wie etwa bei der Arbeit in Krankenstationen oder an anderen speziellen Ausbildungsorten) konfrontiert ist. Die Aufgabe innerhalb der Akademie von Grenoble ist es, den Unterricht der klassischen Sprachen in Schulen, wo diese durch geringe Schülerzahlen und geringe Stundenzahlen bedroht sind, zu organisieren. Die Lernaktivitäten, die vom LOG angeboten werden, gründen auf fünf Prinzipien: Abwechslung im Klassenunterricht durch Fernstudium. Die Kurse sind nicht für eigenständiges Lernen ausgerichtet, sondern erfolgen unter der Aufsicht eines Lehrers/einer Lehrerin. modulartigen Kurse, die verschiedene Schwierigkeitsgrade aufweisen, wobei jeder Schritt möglichst unabhängig vom Ganzen sein soll. lesbarem Inhalt, sodass der Lehrer/die Lehrerin auswählen kann, was er/sie will. Interaktivität, um das Material attraktiver und weniger ermüdend zu machen und den Lehrer/die Lehrerin von der Bürde der Aufgaben, die der Computer erledigen kann, zu entlasten und ihm die Möglichkeit zu geben, sich auf Wesentliches zu konzentrieren und Wiederholungen durchzuführen.
1.3 Der belgische Partner: UCL-LLN Die Projekte "Itinera Electronica" und "Hodoi Elektronikai", die an der UCL-LLN von der Abteilung FLTR/GLOR (Griechisch, Latein and Orientalische Sprachen an der philosophischen Fakultät) entwickelt wurden, setzen neue Technologien zur Unterstützung der klassischen Sprachpraxis ein. Es werden Textdatenbanken eingesetzt, aber auch neue pädagogische Ansätze verfolgt, interaktive Stunden unterstützt durch zahlreiche Softwareanwendungen sowohl online als auch offline durchgeführt. 2. Die Latein und Griechisch Kurse HELIOS-LOG 2.1 Der Aufbau von Latein und Griechischkursen Das Heliosprojekt ist online unter http://helios.fltr.ucl.ac.be/ erreichbar. Die mit dem Aufbau betrauten Lehrerinnen und Lehrer haben einen FTP Zugang zum Neptune Server der UCL, wo die Kursmaterialien gehostet werden. Somit sind diese Lehrerinnen und Lehrer für die Erstellung von didaktisch aufbereiteten Materialien, deren Konvertierung in HTML und ihren Upload verantwortlich. Man hat sich auf eine einheitliche Menüstruktur der Homepage geeinigt. Jeder Kurs hat dementsprechend einen einheitlichen Aufbau. Die Kurse bauen auf dem Textmaterial, das aus der Datenbank Itinera Electronica-Hodoi Elektronikai genommen wird, aber auch auf verschiedenen Tools und Anwendungen, welche innerhalb der Projekte entwickelt wurden, wie etwa Online Grammatik, morphologischen Analysen (online und offline), Vokabellisten, Übungen, Thesaurus… Einmal entwickelt werden diese Kurse einer genauen Überprüfung durch pädagogische Berater in Frankreich (Guy Cherqui, Inspektor der Akademie) und in Belgien (Alain Meurant, Universitätsprofessor an der UCL) unterzogen. Nach der Überprüfung werden die Kurse online gestellt und in der wöchentlichen Zeitschrift Actu’Itinera von Jean Schuhmacher angekündigt ( http://potourri.fltr.ucl.ac.be/itinera/actualites/default.htm).
Mehrere Griechischkurse, die bereits entwickelt und approbiert wurden, werden nun in Schulen ausprobiert. Diese beinhalten: séquence I, Premiers Pas vers la Toison d’or : http://helios.fltr.ucl.ac.be/vanesch/ARGOS/default.htm séquence II, Fables d’Esope : http://helios.fltr.ucl.ac.be/vanesch/ESOPE/default.htm séquence VI, Le Mythe des individus de forme ronde : http://helios.fltr.ucl.ac.be/vanesch/PLATON/default.htm Ein Lateinkurs, der bereits entwickelt und approbiert wurde, wird ebenfalls gerade ausprobiert: Quatre moments de la passion amoureuse: Sénèque, Catulle, Tibulle, Virgile http://helios.fltr.ucl.ac.be/vanesch/PASSION/default.htm 2.2 Lernszenario 2.2.1. Verwaltung von persönlichem Unterricht und Fernstudium Die in den Jahren 2005-2006 implementierten Lateinkurse zielen auf den level première (16-17 ; 5. Jahr des Lateinunterrichts in Frankreich) ab. Die in den Jahren 2005-2006 implementierten Griechischkurse zielen auf den level troisième (14-15 Jahre, Anfänger) und den level deuxième (15-16 Jahre, erstes und zweites Jahr des Griechischunterrichts) ab. Diese Kurse beinhalten eine traditionelle Unterrichtseinheit mit einem Lehrer/einer Lehrerin (ohne Computerunterstützung) mit Hauptaugenmerk auf Sprachanalyse und Interpretation von Texten (Übersetzung und literarische Kommentare) ergänzt durch zwei Stunden mit computerunterstützten Aktivitäten, wo die Schülerinnen und Schüler eigenständig (ohne Anwesenheit des Lehrers/der Lehrerin, entweder in der Schule oder zu Hause, wenn ein Internetzugang vorhanden ist) arbeiten. Diese Aktivitäten sollen: Texte durch Dokumentenrecherche, lexikografische Übungen, Fragen zur Analyse des Textes, selbstkorrigierende Übungen etc. für die Klassenarbeit vorbereiten, um den Ertrag der einen traditionellen Unterrichtseinheit zu optimieren. die Textarbeit durch relevante Dokumentenrecherche, aber hauptsächlich durch weitere Lektüreaufgaben, selbstkorrigierende Übungen, die die Erinnerung an Vokabular und Grammatik unterstützen, durch das Studium von Bilddokumenten und anderer audiovisueller Dokumente zu vertiefen.
2.2.2 Verwaltung eigenständigen Lernens und die elektronische Beziehung zwischen Schüler/Schülerin und Lehrer/Lehrerin Die Aktivitäten, welche dem/der Schüler/Schülerin während seiner/ihrer eigenständigen Lernzeit zugewiesen werden, lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Selbstkorrigierende Tests, die die Erinnerung und Wiederholung unterstützen. Fragen und Übungen, deren Lösungen die Schülerinnen und Schüler im Diskussionsforum oder über das Netzwerk Ihren Lehrern/Lehrerinnen zukommen lassen müssen (mit den Applikationen "Ardoise virtuelle" oder "analyseur" zum Beispiel).
2.2.3 Verwaltung digitaler oder papierbasierter Dokumente Den Schülerinnen/Schülern stehen für die eigenständig zu erfüllenden Aufgaben Online Referenzdokumente und Recherchetools, aber auch Druckmaterialien (Grammatik, detaillierte Arbeitspläne, die von ihren Lehrern/Lehrerinnen bereit gestellt werden) zur Verfügung. 2.3 Anleitung für den Lehrer/die Lehrerin durch den Kursgestalter Diese kann unmittelbar oder aus der Ferne mit oder ohne Schülerinnen und Schüler erfolgen (via E-Mail oder Telefon). Das ist ein völlig personalisierter Zugang. 2.4 Erste Experimente in Schulen Die neue LOG-Helios Unterrichtsformel (Eine Einheit Unterricht, zwei Einheiten Selbststudium) wird gerade im Schuljahr 2005-2006 erprobt, und zwar am: Collège Le Masségu de Vif at troisième level (Griechisch Anfänger) Lycée de Tournon am deuxième level (Griechisch Anfänger) Lycée Camille Corot de Morestel am deuxième level (Griechisch Anfänger)
Einige Helios Kurse werden gelegentlich erprobt am: Lycée Vaugelas de Chambéry am level deuxième(Griechisch Anfänger), am level première und deuxième (Latein) Lycée Pablo Neruda de Saint-Martin-d’Hères am level première (Latein) Lycée M. Gimond d’Aubenas am level première (Latein) Collège Lariboisière in Ardèche am level troisième (Griechisch Anfänger)
3. Andere Helios Aktivitäten 3.1 Französisch-belgische Leseinitiative Die Idee dahinter ist es, dass zwei Schülergruppen, eine in einer belgischen, die andere in einer französischen Schule, eine Lektüreaufgabe in Latein oder Griechisch erhalten, welche 4 Schritte umfasst: Lesen und Analysieren eines von Itinera Electronica oder Hodoi Elektronikai genommenen griechischen oder lateinischen Textes (unterschiedlich in beiden Gruppen) mit dem Lehrer/der Lehrerin. Schülerinnen und Schüler der einen Gruppe bereiten unter Verwendung der Ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen Fragen und Übungen zum eigenen Text für die andere Gruppe vor. Die Idee dahinter ist es, die andere Gruppe mittels des Leitfadens der Fragen und Übungen zu verpflichten, den Text durchzugehen und somit an der Leseerfahrung teilhaben zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler der anderen Gruppe machen genau das Gleiche mit ihrem Text. Schülerinnen und Schüler lesen nun den Text der anderen Gruppe, den sie nach deren Fragen aufbereiten müssen. Austausch der Fragen, Entgegennahme der Fragen des gegnerischen Teams und ein Versuch, die von ihnen vorbereiteten Rätsel zu lösen, um auf diesem Weg auch eine Leseerfahrung des anderen Textes zu gewinnen.
Ein erster konkreter Versuch wird gerade von einer französischen Klasse am Lycée Vaugelas à Chambéry und einer belgischen Klasse am Collège du Sacré-Coeur in Ganshoren (Vorort von Brüssel), natürlich unter Einbeziehung der Lehrer/Lehrerinnen beider Schulen, unternommen. 3.2 Ein französisch-belgischer Übersetzungsförderkurs Die Idee dabei ist, zwei Klassen (eine von jedem Land) mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Unterrichtsstufen zusammenzuspannen (Belgien: 4. Jahr Latein, Frankreich: 2. Jahr Latein), wobei die fortgeschritteneren Schülerinnen und Schüler während der Übersetzung als Tutoren/Tutorinnen der weniger fortgeschrittenen fungieren. Der Austausch erfolgt in einem moderierten Forum unter Anleitung der Lehrer/Lehrerinnen und funktioniert wie folgt: Schülerinnen und Schüler werden in Gruppen eingeteilt (französisch – belgisch) und jede Gruppe hat ihren eigenen Bereich auf dem Heliosforum, wo die Schülerinnen und Schüler Mitglieder und ihre Lehrerinnen und Lehrer Moderatoren/Moderatorinnen sind. Die Arbeit erfolgt in vier Schritten, die sooft wie gewünscht während des Jahres wiederholt werden: Der/die französische Lehrer/Lehrerin verteilt einen lateinischen Text zur Übersetzung an seine/ihre Schülerinnen und Schüler und stellt diesen ins Forum. Die französischen Schülerinnen und Schüler fertigen ihre Übersetzungen an und versuchen ihre Schwierigkeiten dabei zu definieren und sie mit verständlichen Fragen zu beschreiben. Die französischen Schülerinnen und Schüler überspielen ihre Fragen in das Forum, sodass ihre Tutorinnen/Tutoren von ihren Schwierigkeiten erfahren. Die belgischen Schülerinnen und Schüler (Tutorinnen und Tutoren) nehmen die Fragen zur Kenntnis und versuchen diese zu beantworten, indem sie nur Hinweise und Satzanalysen geben, ohne aber die vollständige Übersetzung zu liefern. Ihre Antworten werden ins Forum gestellt. Die französischen Schülerinnen und Schüler erhalten die Antworten, schließen ihre Übersetzungen ab und geben diese ihren Lehrerinnen/Lehrern ab.
Ein erstes konkretes Beispiel für so eine Kooperation gibt es zwischen einer Klasse des Collège de Vif (Frankreich) und einer Klasse des Collège Don Bosco de Woluwé-Saint-Lambert (Belgien).
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