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von Robin Delisle,
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Elektronisches Forum Ein elektronisches Forum ist ein auf Teamarbeit ausgelegtes Netzwerk, in dem Lehrerinnen/Lehrer, Schülerinnen/Schüler oder Studentinnen/Studenten Daten austauschen und sammeln und Fertigkeiten trainieren können. Ein elektronisches Forum hat zwei Aspekte: - Treffen im Internet via Newsgroups. Eine Newsgroup ist ein virtueller Raum, der speziell für elektronische Treffen adaptiert wurde. Software wie etwa Mozilla Thunderbird, Netscape Messenger oder Outlook Express gestatten das Abonnieren von Newsgroups.
- Treffen in einem Intranet, wo Software für den Einsatz im Team eingesetzt wird (Netmeeting für Windows, Gnomemeeting für Linux).
Ursprung Die Idee dieses E-Learning Systems wurde im Jahr 2000 von Robin Delisle am Collège Blaise Pascal (Viarmes, Val d’Oise, Vorort von Paris) entwickelt. Das System ist seither in ununterbrochenem Einsatz. Fachspezifische Newsgroups für Latein und Altgriechisch wurden am Server der Versailles Academy eingerichtet. Zusammenarbeit mittels Newsgroups Newsgroups gestatten verschiedene Arten der Zusammenarbeit, bei der Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern miteinander kommunizieren und an den gleichen Projekten arbeiten können: Solche Newsgroups sind ideale Bereiche für europäische Zusammenarbeit. Newsgroups erlauben Lehrerinnen/Lehrern und Schülerinnen/Schülern ihre Klassenzimmer zu verlassen, eine virtuelle Umgebung zu betreten und andere Lehrerinnen/Lehrer, Schülerinnen/Schüler und Spezialisten zu treffen, die manchmal sehr weit entfernt sein können. An einer beachtlichen Diskussion über die archaische von Numa Pompilius etablierte Religion zum Beispiel nahmen Schülerinnen und Schüler aus fünf Klassen aus ganz Frankreich teil. Die Threads der Diskussion beinhalteten Debatten, Überblicke und Aussagen über das Thema. Zusammenarbeit mittels Intranet Software wie etwa Netmeeting oder Gnomemeeting gestatten den Usern, die gesamte Software auf einem Computer mit anderen zu teilen, was neben anderen Dingen auch gemeinsamen Chat und gemeinsame künstlerische Arbeit erlaubt. Die Schülerinnen und Schüler können auf ihrem eigenen Computer Notizen speichern und gleichzeitig eine Webseite besuchen oder einen lateinischen oder griechischen Text mit Kommentaren, welche ihr/e Lehrer/Lehrerin mit ihnen teilt, übersetzen. Die Texte erscheinen auf jedem Bildschirm. Diese Methode eröffnet viele Möglichkeiten und Kombinationen: Der Computer kann zu einer beweglichen Tafel werden, personalisiert und für alle zugänglich, während im Hintergrund das Internet zugänglich bleibt. Der Lehrer/die Lehrerin ist der Herr über die Tafel und macht Daten und Übungen auf den Bildschirmen der Schülerinnen und Schüler sichtbar. Eine elektronische Unterrichtseinheit Während einer Unterrichtseinheit über Xenophanes und seine Ansichten über Polytheismus gibt der Lehrer/die Lehrerin eine IP Adresse bekannt, aktiviert Netmeeting und startet einen Texteditor und einen Internetbrowser. Er/sie lädt eine Webseite, wo die Schülerinnen und Schüler folgendes berühmte Fragment des Xenophanes in Altgriechisch finden können: "Doch wenn Ochsen oder Löwen Hände hätten oder malen könnten mit ihren Händen und Kunstwerke herstellen wie die Menschen, dann würden Pferde der Götter Gestalt pferdeähnlich, Ochsen sie ochsenähnlich malen und solche Körper bilden, wie sie selbst jeweils gestaltet sind" (Fragment 15). Er/sie kopiert den Text, fügt ihn ein, unterstreicht die Verba und legt Farben für Akkusative und Nominative fest. Er/sie stellt Fragen zur Textanalyse. Verschiedene Schülerinnen und Schüler helfen ihm/ihr dabei auf ihren eigenen Geräten. Dann verschickt der Lehrer/die Lehrerin mittels der Chatoption das Textvokabular und nimmt die Anmeldungen jedes/jeder Schülers/Schülerin entgegen. Schließlich wird in Teamarbeit eine Übersetzung erstellt. Im Anschluss an diese Übung gibt der Lehrer/die Lehrerin den Schülerinnen und Schülern die Aufgabe, das Web nach Xenophanes zu durchsuchen, um etwas über die Ansichten des Philosophen über den Monotheismus herauszufinden. Er wählt die beste Zusammenfassung aus und stellt diese in die fachspezifische Newsgroup Altgriechisch. Dort hat bereits eine andere Klasse das Ergebnis einer Recherche über Homer bezüglich der Beschreibungen der Götter in der Ilias abgelegt. Das sind genau die Beschreibungen, die Xenophanes so kritisiert. Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Theorien des Xenophanes und Homers Götterbeschreibungen. Die Hausaufgabe der Schülerinnen und Schüler wird es sein, darüber nachzudenken. In der nächsten Unterrichtseinheit werden die Schülerinnen und Schüler ihre Kommentare in der Newsgroup veröffentlichen. |