Newsflash

Seventh CIRCE course for European classics teachers, Fano (Italy) July 8th - 15th 2012. Request a grant from your LLP national agency. Deadline for grant applications January 16th 2012. For more info click on CIRCE Courses in the Menu...

 
Wilkommen arrow CIRCE Kurse
Circe Menu
Facebook
LOGIN
Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Photoarchive Drucken E-Mail

 

 

von Julian Morgan, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Seit ich denken kann, hat mich die Fotografie fasziniert. Die Aufgabe, ein Bild aufzunehmen und dabei die günstigsten Lichtverhältnisse und Brennweiten zu beachten, hat mich mein Leben lang beschäftigt. Diese Beschäftigung habe ich mit meiner zweiten Passion, dem Besuch klassischer Stätten, kombiniert. Die Genugtuung, ein gutes Bild von einem wundervollen Platz zu finden, ist unübertroffen und der Mensch, der dies im Rahmen seines Berufs tun darf, kann glücklich genannt werden.

Ich habe über die letzten Jahre hindurch ein Archiv von etwa 12000 Bildern aufbauen können, aus dem ich Sammlungen, die geeignet für verschiedene Zwecke sind, zusammenstellen kann. Die Bilder sind normale Dias, obgleich ich die meisten auch auf CD-ROM gescannt habe. Vor ungefähr zehn Jahren war ich, als ich erfuhr, dass dies mit ausgewählten Bildern gemacht werden konnte, freudig überrascht. Heute lasse ich alle meine Dias schon bei der Entwicklung ganz selbstverständlich digitalisieren, da ich diese Arbeit als unglaublich mühsam empfinde. Eine Datenbank mit einem Indexsystem auf dem Computer macht es einfach, Bilder über Stichwörter zu finden.
Wenn ich also ein bestimmtes Bild brauche, dann kann ich es gewöhnlich in einer sehr kurzen Zeit finden.

Der Nachteil eines solchen Hobbies ist der finanzielle Aufwand. Die Ausrüstung (Kameras, Linsen, Diascanner) ist sehr teuer. Die Filme und deren Entwicklung sind wahrscheinlich das Teuerste überhaupt und bieten ein gutes Argument für den Wechsel zur digitalen Fotografie (siehe dazu Marc Knechts Fallstudie über PowerPoint). Ich habe mich bis vor kurzem dagegen gewehrt, da ich der Meinung war, dass ich mit althergebrachten Methoden immer Bilder in Topqualität zustande brachte, wenn ich diese anschließend am Computer nachbearbeitete.

Die Kluft in der Qualität hat sich inzwischen geschlossen und ich fühlte mich irgendwie zum Wechsel gezwungen, den ich erst kürzlich vollzogen habe: Mein Bildarchiv wird jetzt ein rein digitales. Obwohl ich schließlich kapituliert habe, bin ich nach wie vor der Überzeugung, dass der Einsatz einer konventionellen Kamera und das Einscannen der aufgenommenen Bilder zu höchster Qualität führen. Natürlich habe ich jetzt fast vergessen, einen weiteren hohen Kostenfaktor zu nennen,
nämlich den des Besuchs der klassischen Stätten. Mein Beruf hat mich in den letzten Jahren schon zu vielen geführt.

Der Aufbau eine Fotoarchivs ist eine Arbeit, die man lieben muss. Ich habe mich in der letzten Zeit daher mit seinem optimalen Einsatz beschäftigt. In Großbritannien müssen viele unserer Schülerinnen und Schüler Arbeiten als Teil ihrer GCSE Prüfungen im Alter von 16 Jahren abgeben. Es hat sich immer als schwierig herausgestellt, sie dazu zu bringen, bei der Arbeit von den richtigen Primärquellen, die sie verwenden müssen, auszugehen. Heute ist dies jedoch viel leichter,
da ich etliche Bildersammlungen erstellt habe, die besonders diesem Zweck dienen. Die Foto CDs Pompeii, Rome, ROMANA, Hellenika und Hispania beinhalten je circa 1000 Bilder, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Arbeit verwenden können. Sie können mit der Suchfunktion im Textverarbeitungsprogramm auf die Bilder zugreifen, die hochauflösend eingescannt wurden und tatsächlich die Qualität ihrer Projekte steigern.

Ich gestatte meinen Schülerinnen und Schülern die Verwendung von Material aus dem Internet nur sehr widerwillig, und zwar aus drei unterschiedlichen Gründen. Erstens gibt es Copyright Bestimmungen über den unerlaubten Einsatz von Material bzw. Material aus zweifelhaften Quellen. Zweitens ist die Qualität der zur Verfügung stehenden Bilder sehr niedrig: Die meisten Bilder im Internet haben eine niedrige Auflösung und sehen ausgedruckt schrecklich aus. Drittens
ist die Beschriftung oft unverlässlich und den Schülerinnen und Schülern fehlt die Information über ihre Funde, weshalb ich ihnen für die Integration von diesem Bildmaterial keine besseren Noten geben kann. Die Foto CDs, die ich zusammengestellt habe, sollten es ermöglichen, alle diese Schwierigkeiten zu umgehen. Ich habe festgestellt, dass meine Schülerinnen und Schüler viel weniger Zeit für die Suche nach Material aufwenden, das zudem noch relevanter und von besserer
Qualität als früher ist.