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Verwendung von Präsentationssoftware: PowerPoint |
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von Marc Knecht,
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Ich möchte hier erläutern, wie ich den Computer allgemein einsetze, und wie ich speziell dazu kam, PowerPoint als Werkzeug in meinem Unterricht einzusetzen. Ich sah ursprünglich für Lehrerinnen und Lehrer der klassischen Sprachen keinen Nutzen im Einsatz der Computertechnologie, aber ich erkannte schließlich, dass sie doch etwas zur Bildung beitragen kann, wenn auch nur deshalb, weil Schülerinnen und Schüler von Latein nicht immer ihre Studien mit dem Einsatz des Computers assoziieren: Sie sind über die Verbindung von klassischen Studien mit der modernen Welt überrascht. Noch mehr überrascht sind sie allerdings, wenn sie sehen, dass sich ihr/e Lehrer/-in mit IKT beschäftigt. Tatsächlich kann jeder Bereich unserer Arbeit, vielleicht besonders die Motivation, durch diese Kombination unterstützt werden. Ich möchte Sie mit meinem Beitrag dabei unterstützen, alle Ängste und Vorbehalte gegenüber dem Einsatz des Computers hinter sich zu lassen. Der Computer ist nichts Schreckliches, sondern vielmehr ein nützliches Instrument: Wir können es einsetzen, um die Köpfe unserer Schülerinnen und Schüler mit wichtigem Wissen zu füllen, Wissen, das wir selber für nützlich halten und das uns geholfen hat, zu dem zu werden, was wir sind. Einstmals pflegte ich vor meinen Klassen über Computer zu schimpfen, aber jetzt erkenne ich die Zwecklosigkeit davon und setze PowerPoint Präsentationen mit Überzeugung im Unterricht ein. Ich habe mein Meinung total verändert. Alles, was ich auf meinem Weg zu IKT brauchte, war ein Sohn, der geduldig meine Ressentiments beseitigte, der mit mir Zeit verbrachte, als ich mit seinem ersten Computer spielte (den er sich übrigens mit seinem eigenen sorgfältig ersparten Geld gekauft hatte, da ich mich standhaft dagegen gewehrt hatte, ihn bei dieser Investition zu unterstützen). Ich war in kurzer Zeit überzeugt. Für mich begann alles mit der Textverarbeitung. Ich verwendete WordPerfect, welches mir viel bedienerfreundlicher zu sein scheint als Word (Sogar Bill Gates gab 2003 zu, dass Word ein schwieriges Textverarbeitungsprogramm ist). Ich konnte nun ziemlich einfach meine Unterrichtsmaterialien updaten und überarbeiten, nachdem ich dies früher immer in gewöhnlicher Schreibschrift erledigt hatte. Allmählich wuchs in mir auch der Wunsch, Bildmaterial in meine neuen digitalen Unterrichtsmaterialien zu integrieren. Ich (eigentlich im Herzen noch immer ein Kind) war darüber sehr stolz und dachte, dass meine Schülerinnen und Schüler sich darüber freuen würden, die Bilder, die ich ihnen in der Klasse als Dias an die Wand projiziert hatte, auch zu Hause ausgedruckt zu sehen. Alle fehlenden Schülerinnen und Schüler würden in der Lage sein, den kulturkundlichen Stoff der versäumten Stunden nachzuholen. Meine ersten Versuche waren jedoch gespickt von Pannen beim Bearbeiten der Bilder, Kopieren, Ausdrucken und teurem Bezahlen von Tintenpatronen. Es musste doch einen einfacheren Weg geben. Diesen fand ich, natürlich durch puren Zufall, erst nach mehreren Jahren. Im Jahre 1999 wurde ein multikultureller Tag an unserer Schule abgehalten (Eine tolle Idee). An diesem Tag erschien eine Kollegin mit einer Digitalkamera. Sie machte Fotos von den verschiedenen multikulturellen Aktivitäten und eilte schließlich, als die Speicherkarte voll war, in den Computerraum. Ich folgte ihr und sah mit laut klopfendem Herz, wie die Bilder, die sie gerade aufgenommen hatte, am Bildschirm erschienen. Sie wurden mit geeigneten Dateinamen abgespeichert und in die Maturazeitung der Schülerinnen und Schüler, an der sie in ihrem letzten Schuljahr gerade arbeiteten, eingefügt. Ich erkannte meine Chance: Bilder aufnehmen und im Unterricht einsetzen. Das Material könnte den Schülerinnen und Schülern digital gegeben werden. Sie könnten es dann selber in Farbe ausdrucken. Ein Monat später fuhr ich mit 100 Disketten, der Digitalkamera der Schule und einer Gruppe von Schülerinnen und Schüler nach Rom. Die Gruppe hatte unendliche Geduld mit mir und meiner neuen Obsession – der Gestaltung eines neuen, digitalen Roms – und sie arbeiteten in Gruppen, um mir den Weg frei zu halten, wenn ich einen Brunnen oder ein anderes Denkmal fotografieren wollte. Ein Nicht-Lateiner in der Gruppe fragte mich, was ich mit den Bildern zu tun gedachte. Ich erklärte ihm, dass ich sie in meinem Unterricht einsetzen wollte. Er fragte mich dann, warum ich nicht PowerPoint benutzte. Ich dachte, dass er mich auf den Arm nehmen wollte, da ich bislang noch nichts von PowerPoint gehört hatte und weil die anderen, die am Tisch saßen, zu lachen begannen. Aber er versicherte, dass er es ernst meinte. In unserem Hotel Sorrento gab es einen Computer, auf dem PowerPoint 97 installiert war, und der Schüler zeigte mir das Programm, wie man Bilder einfügt, deren Größe anpasst, sie zurechtschneidet und Text einfügt. Wieder einmal war ich von der Technologie, diesmal PowerPoint, hingerissen. Ich weiß, ich bin leicht zu beeinflussen: Ich bin eben ein Mann. Ich war jedoch von der Qualität der ersten 2227 Bilder von Rom und der Bucht von Neapel etwas enttäuscht. Sie waren alle circa 50 Kb groß und pixelig, wenn man sie in PowerPoint einfügte. Im Jahr 2000 konnte ich mir eine weit bessere Digitalkamera, die Bilder viel höherer Qualität machte, ausborgen. Sie waren circa 200 Kb groß und die Kamera hatte ein 16-faches Zoom eingebaut. Ich konnte diese über mehrere Jahre bei verschiedenen Reisen nach Italien einsetzen und kaufte mir schließlich eine eigene Digitalkamera. Jetzt kann ich exzellente Fotos in einer Größe von etwa 500 Kb für meine Arbeit mit Powerpoint erstellen. Heute bekommen alle meine Klassen ihr Material für das kommende Schuljahr im September. Sie erhalten eine CD-ROM, welche sie nach Hause nehmen können. Diese CD ist beschriftet und mit Bildern aus dem Unterricht illustriert. Ich hoffe, meine Schülerinnen und Schüler durch den Einsatz eines Mediums, mit dem sie sich so vertraut fühlen, zu motivieren. Ich hoffe auch, dass ihr Wissen um Formenlehre, Syntax und Stil durch den Einsatz des Computers wachsen wird. Dies alles macht die Lektüre von Latein einfacher. Jeder Text, den wir im Unterricht einsetzen, wurde mit Hilfe von PowerPoint analysiert. Damit können sie Informationen über Vokabular, Wortendungen, Formenlehre, Syntax (innerhalb des gewählten Satzes) und Stil aufrufen. Sie können auch Fragen über den Text beantworten und Erweiterungsübungen erledigen, wo kulturelle Aspekte betrachtet und Querverbindungen zu den schönen Künste veranschaulicht werden sollen. Ich bin mehr als zufrieden, wenn ich sehe, wie meine Schülerinnen und Schüler Fertigkeiten in der Interpretation von Texten und ein Verständnis für Rom und die römische Welt entwickeln. Das unterstützt sicher auch ihre Textarbeit. Ich bin ein zufriedener Mann. |
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